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Podenco

PODENCO

In Spanien werden gleich mehrere windhundähnliche Jagdhunderassen als Podenco bezeichnet.

Zum Namen Podenco gehört immer die regionale Bezeichnung, die aussagt, aus welchem Gebiet die jeweilige Rasse stammt.

  • Podenco Andaluz - auf der iberischen Halbinsel verbreitet 
  • Podenco Ibizenco - sein Ursprungsgebier sind die balearischen Inseln, heute aber auch auf dem Festland sowei in Katalonien stark verbreitet
  • Podenco Canario - ist auf den kanarischen Inseln beheimatet
  • Podengo Portugues - aus Portugal. Im Gegensatz zur spanischen Schreibweise lautet der Name hier in portugisischer bzw galicischen Schreibweise PODENGO

 

Alle Podencos fallen durch ihre fledermausähnlichen Stehoren auf. Einige kommen in rau - und glatthaariger Variante vor, die Farben sind häufig rot mit weiß, weiß mit rot oder honigfarben, wie beim Podenco Portugues.

 

Wir beschreiben Ihnen hier die beiden Rassen etwas näher, die wir am ehesten in der Vermittlung haben

 

Podenco Andaluz

Der Podenco Andaluz ist eine spanische Rasse, FCI noch nicht anerkannt, welche in 3 verschiedene Gruppen unterteilt ist:

Pequeño = klein

Rüde 35-42 cm,  Hündin 32-41 cm, Gewicht 8 kg +/-3 kg 

Medio = Mittel

Rüde 43-53 cm, Hündin 42-52 cm , Gewicht 16 kg +/- 6 kg 

Grande = Groß

Rüde 54-65 cm , Hündin 53-61 cm , Gewicht 26 kg +/- 7 kg 

Innerhalb dieser 3 Gruppen gibt es noch 3 unterschiedliche Varianten des Haarkleides:

Cerdeño = stark und lang

Sedeño = seidig und lang

Liso = kurz und fein

 

Von der Fellfarbe her ist der Andaluz: Zimtfarben (Rot), Zimtfarben mit weiß, Weiß, Weiß mit Zimtfarben, Beige in den verschiedensten Schattierungen.

Diese Unterteilung und Vielseitigkeit im Aussehen ist ähnlich wie bei dem Podengo Portugues, mit dem der Podenco Andaluz sehr häufig verwechselt wird.

Gut erkennen kann man den Unterschied zwischen der Nasenfarbe, die beim Portugues dunkel bis schwarz ist und beim Andaluz Fleischfarben, braun – aber niemals schwarz.

Der Podenco Andaluz ist ein sehr harmonischer Hund, der speziell für die Jagd gezüchtet worden ist und der durch seinen ausgezeichneten Geruchssinn und seinem stark entwickelten Jagdinstinkt in der Lage ist sowohl Kaninchen, wilde Eber als auch Enten im Wasser aufzuspüren und zu jagen.

Er ist mit einer immensen Intelligenz, Gutherzig- und Geselligkeit ausgestattet.

Durch seine Beweglichkeit und seinem außerordentlichen Widerstand, vor allem aber da er mit all seinen Sinnen jagt, wird er heute vermehrt als Jagdbegleiter gezüchtet, da er sehr ausdauernd und mutig ist. Selbst das Jagen in der größten Hitze macht ihm nichts aus. Auch hat er keine Furcht vor großen Wildtieren - auch wenn er dabei sein Leben lassen muss.

Der Podenco Andaluz wird bei der Jagd vor allem auf Wild gehetzt, speziell auf Wildschweine. Er ist bei der Jagd der schnellste der die Beute erlegt, der dabei das meiste Blut vergießt und der den größten Erfolg bei der Jagd hat.

Er ist sehr intelligent, lebhaft und aufmerksam. Der sehr liebevolle Hund ist seinem Besitzer loyal ergeben, nicht zu unterschätzen ist jedoch das er trotz allem sehr sensibel ist.

Leider wird er oft durch seine Niedlichkeit verkannt, denn auch wenn er meist kleiner und zarter ist als der Ibicenco oder Canario, so hat er doch die gleichen Bedürfnisse und ist meist sogar ein wenig lebhafter, mutiger und sturer als die „großen Podencos“.

Mittlerweile gibt es noch ein paar andere Unterarten des Podenco Andaluz: der Podenco Andaluz Maneto, der kleinste unter den Podencos und der Podenco Andaluz Campanero, der wohl Größte.

 

JAGDVIDEOS   

 

Text (C) Rosi Schnee

Bilder (C) Rosi Schnee

 

 

Podenco Ibicenco 

 

....oder auch Balearen Laufhund genannt, wird in Spanien und auch auf den angrenzenden Inseln hauptsächlich zum Zwecke der Kaninchenjagd gezüchtet und ist wohl unter den windhundähnlichen Rassen der bekannteste Vertreter.

Die Farbschläge sind Weiß mit Rot, oder auch einfarbig Weiß oder Rot.

Es gibt drei Haarvarianten, nämlich Glatthaar, Rauhaar und Langhaar.

Die Größe liegt bei Hündinnen zwischen 60-67cm und bei Rüden zwischen 66-72 cm Schulterhöhe.

Geringfügig größer als der Ibicenco wird der Podenco Mallorquin.

Das Gewicht beträgt je nach Geschlecht und Größe ca. 20-24 Kg. 

 

Typisch für den Podenco Ibicenco sind seine sehr großen Stehohren ebenso wie seine Gangart, der weit ausholende und federnde Trab.

Den Podenco Ibicenco zeichnet gegenüber den anderen Hunderassen noch eine Besonderheit aus.

- Er hat auf dem Kopf, knapp hinter den Ohren eine ca. daumengroße Erhöhung, die sich deutlich abhebt.

In vielen Beschreibungen wird erwähnt, dass sie als lebende Nachkommen des Gottes Anubis gelten und deshalb auf dem Kopf das so genannte dritte Auge besitzen: ein roter Fleck zwischen den Ohren in der dem Fell entsprechenden Farbe.

Der Überlieferung nach soll die Göttin Tanit auserwählte Hunde dieser Rasse mit einem Fingerabdruck der heiligen roten Erde von Ibiza gesegnet habe.

Der Podenco Ibicenco gilt als ausgesprochen aggressionsfrei gegenüber Menschen und Artgenossen.

Selbst an das Zusammenleben mit Katzen innerhalb seines Rudels gewöhnt er sich meist sehr schnell. Außerdem zeichnet ihn unter allen anderen Hunderassen eine hohe Intelligenz aus, die man als zukünftiger Halter fördern und fordern sollte.

Bei entsprechender Beschäftigung und Auslastung verhält er sich im Haus sehr ruhig, freundlich und sanft. Manchmal mutiert er aber auch zum Clown und trägt zur Erheiterung der ganzen Familie bei. Trotz seiner Bindungsfähigkeit an den Menschen wirkt er oft sehr introvertiert und bewahrt sich einen Großteil seiner Eigenständigkeit.

Dabei darf man aber nie vergessen, dass er außerhalb seines Territoriums ein Jäger ist und dieser Bestimmung auch nachzugehen versucht. Beim Junghund wirkt dieser Jagdtrieb meist noch sehr spielerisch entwickelt, sich aber beim erwachsenen Hund zur wahren Passion.

Der Verwendungszweck des Podenco Ibicenco in seiner Heimat liegt bei der Jagd auf Wildkaninchen.

Dazu werden Sie in größeren Meuten eingesetzt, die zumeist aus weiblichen Tieren bestehen.

Im Gegensatz zu den Windhunden jagt der Podenco Ibicenco nicht nur mit den Augen, sondern setzt alle drei Sinne ein, nämlich Auge, Nase und Gehör.

Die Orientierung in felsigem Gelände, Buschwerk und Gras erfolgt durch hohe(>2m) und weite Sprünge (bis 8m) bis sie ein Kaninchen aufgespürt haben.

Dort wird es dann von der Meute eingekreist, bis ein Hund zum Fang der Beute vorspringt und es anschließend dem Jäger apportiert. 

Außerhalb der Jagdsaison sind die Hunde sich oft selbst überlassen oder fristen ein trostloses Leben in Verschlägen. Hunde, die nicht den Ansprüchen des Jägers entsprechen werden ausgesetzt oder in Perreras abgegeben, wo sie dann, sollten sie nach ca. 21 Tagen keine neuen Interessenten gefunden haben, eingeschläfert werden.

Aus diesem Grunde setzen sich immer mehr Tierschützer für diese Hunde ein, in dem sie diese aus den Perreras frei kaufen und sie in andere europäische Länder, u.a. auch nach Deutschland vermitteln.

 

Bilder (C) U.T und Dirk Ganzer

Text (C) Gerd Huppertz