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Galgo Espanol

GALGO ESPANOL 

Die Herkunft führt man auf das 6. Jh. v. Chr. zurück.

Zu dieser Zeit sollen die Kelten bereits mit mittelgroßen Windhunden, die sie später auf ihren Eroberungszügen auch auf die iberische Halbinsel brachten, gejagt haben. Die Römer nannten dann diese Hunderasse später Canis Gallicus (keltischer Hund). Daraus entstand dann das spanische Wort Galgo, welches für die Bezeichnung Windhund steht.

Zwischen dem 16. und 18. Jh. sollen sehr viele dieser Hunde u.a. auch nach England und Irland gelangt sein. Somit gilt der Galgo Espanol als einer der Vorfahren des Englischen Windhundes, des Greyhounds. Der ursprüngliche Galgo Espanol ist aber zierlicher als der Greyhound. 

Um die Leistungsfähigkeit der Hunde bei Rennen und der Jagd zu steigern, wurde in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr der Greyhound mit eingekreuzt, was die Unterscheidung der beiden Rassen für den Laien erschwert. Inzwischen geht man aber in Spanien schon wieder dazu über durch Rückzüchtung dem Galgo seine ursprünglichen Merkmale zurück zu geben.

WESEN des GALGOS

Der Galgo Espanol ist ein sehr intelligenter, ruhiger, anhänglicher, schmusiger, sensibler und seiner Familie sanft ergebener Hund. Zu Hause sind fast alle Windhunde ruhige Hausgenossen - hier zeigt sich deutlich ihre Seelenverwandtschaft mit Katzen - sie sind äußerst verschmust und lieben es, immer in engem Kontakt mit ihren Menschen zu sein - und wenn man nicht im rüden Kommando-Ton mit ihnen umgeht, sind sie bereit, alles zu tun, was man von ihnen erwartet.


Gegenüber fremden Personen zeigt sich der Galgo Espanol zurückhaltend und vorsichtig, jedoch ohne jegliche Aggression. Für die meisten Galgos ist Aggression ein absolutes Fremdwort. Diese Sanftmütigkeit wird dem Galgo ja auch regelmäßig in seinem Heimatland zum Verhängnis. Windhunde brauchen den engen Kontakt zu ihrer Familie und sollten auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen im Zwinger gehalten werden, denn sie sind ein Teil der Familie.

Wenn er ausreichend Bewegung und Beschäftigung bekommt, muss er sein Windhundeerbe keinesfalls auf der Rennbahn ausleben. Wichtig: der Galgo ist ein Kurzstreckenläufer und kein Dauerläufer!

Der Galgo lässt sich gut erziehen. Dies aber nur mit Lob und Zuneigung und mit ganz viel Leckereien!

Wenn er von seinem Besitzer zu hart und zu laut angefasst wird, wandelt sich seine angeborene Vorsicht oftmals in Angst. 

Eines muss aber einem Windhundbesitzer immer klar sein:

Während man bei den meisten anderen Hunderassen versucht hat, den Jagdtrieb zu unterdrücken, war genau der vorhandene Jagdtrieb das entscheidende Kriterium FÜR einen Windhund!!!

Die meisten Interessenten suchen einen Galgo, der keinen Jagdtrieb hat. Es besteht der Glaube, dass wenn in der Beschreibung steht, dass der jeweilige Hund ableinbar ist, er auch automatisch keinen Jagdtrieb hat.

Dem ist allerdings nicht so.

Ableinbar bedeutet, dass der jeweilige Hund bei entsprechender Bindung / Erziehung gut lenkbar ist und sich nicht weit von seinem Besitzer entfernt, sofern kein Jagdobjekt in der Nähe ist.

Es ist wichtig, dass man seinen Hund nur in Gegenden frei laufen lässt, wo keine Gefahren (Verkehr, Stacheldraht etc.) lauern und es sich nicht um wildreiche Gegenden handelt.

Zudem sollte der Hund schon aufgewärmt sein, bevor man ihn von der Leine lässt, damit er nicht "kalt" startet und dadurch Gelenke, Muskeln und Bänder abrupt beansprucht werden.

Die bessere und sichere Alternative ist eine eingezäunte Hundewiese oder ein großer Garten.

Auch der oben bereits erwähnte gemeinte mangelnde "Gehorsam" der Windhunde liegt genau in den von diesen Hunden ursprünglich erwarteten Eigenschaften. Es wäre nicht möglich und nicht besonders effektiv, wenn man einem Hund, der in einer Minute ca. einen Kilometer zurücklegt, Anweisungen erteilen müsste.

Er MUSS selbständig entscheiden, wie er seine Jagd durchführt - z.B. für wie lange es sich lohnt, hinter einem Wild herzuhetzen. Sein Gehorsam wird sich lediglich auf eine gewisse geringe Nähe zu Ihnen erstrecken - wenn die überschritten ist, wird er selbst entscheiden, was er tut.
 
Der Galgo ist ein Sichtjäger, d.h. er rennt in der Regel nur los, wenn er etwas erblickt und sucht nicht selbstständig.

Deshalb wird es hin und wieder gelingen, einen Windhund rechtzeitig "abzurufen" – nämlich bevor er seine Jagd beginnt aber nie, wenn er die Jagd begonnen hat! 

Draußen in freier Natur zu sein, heißt für jeden Windhund - auch den Galgo - auf der Jagd zu sein! Darüber sollte man sich jederzeit im Klaren sein.

Die meisten Windhunde werden zwar  immer zuverlässig dorthin zurückkommen wo er Sie "verlassen" hat - aber - WANN (?) dies sein wird, entscheidet er! Denn ER tut gerade zuverlässig seine Arbeit ...!!!! Es ist auch nicht zu vergessen das der Windhund in einer Minute ca. einen Kilometer zurücklegen kann und auf diesem Weg kann ihn der Verkehr oder auch der Jäger stoppen, was leider schon vielen Windhunden zum Verhängnis wurde und sie das nicht Überlebt haben.

Erscheinungsbild

Beim Galgo Espanol gibt es zwei Fellvarianten,  die Glatthaar- und die Rauhaargalgos.

Das Fell des Glatthaar- oder auch Kurzhaargalgos hat keine Unterwolle und ist sehr fein und kurz, wohingegen das Fell des Rauhaargalgos härter, bisweilen sogar struppiger erscheint und oft auch eine Länge bis zu 10 - 12 cm erreichen kann.

Die Fellfarben sind sehr variabel und gehen von hellbeige, braun, oft auch schwarz, oder gestromt, mit weiß an den Ruten, Beinen oder Kopf, jedoch können auch andere Farbvarianten vorkommen.

Je nach Geschlecht erreicht der Galgo Espanol eine Größe von 60 – 70 cm, wobei die Rüden immer etwas stattlicher sind als die Weibchen.

Das Gewicht richtet sich auch jeweils nach Geschlecht und Größe und beträgt ca. 20 bis max. 30 Kg.

Zu erwähnen ist, dass die Galgos über fast kein Unterhautfettgewebe verfügen. Besondere Merkmale sind die so genannten gefalteten Rosenohren, die sich bei Aufmerksamkeit mit aufgerichteten, seitwärts gefalteten Enden darstellen.